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Die Läuferin

ein Hörspiel von Marianne Zückler, rbb - NDR 2011


⏰ 41 Min.

🎬 Regie: Andrea Getto

🎼 Musik: Michael Rodach

🎤 Mit: Irene: Ulrike Krumbiegel
Claudia: Deborah Kaufmann
Charlotte: Christin König
Mutter: Irm Hermann
Lauftrainer Robert: Stefan Stern
Leslie: Eva-Maria Kurz
Vater: Horst Mendroch

Irene läuft. Täglich. Dauerlauf, Intervalltraining, Sprint. Es ist nicht nur Sport. Es ist ein Lauf zu sich selbst. Vier Jahre nachdem Irene den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen hatte, steht sie gemeinsam mit ihrer Schwester Charlotte am Sterbebett ihres Vaters. Die Schwestern hatten ihre Eltern aus demselben Grund verlassen: Hinter der Fassade einer angeblich heilen und glücklichen Familie hatten sie in ihrer Kindheit seelische und körperliche Gewalt erlebt, verübt vom Vater. Nach Jahren erst waren sie sich ihrer Verletzungen bewusst geworden. Nun ist der Vater tot. Für Irene beginnt eine Zeit der Trauer, des sich Erinnerns und Nachdenkens. In ihren Gedanken umkreist sie die Figur des Vaters. Der Vater, der seine Töchter schlägt, sie dennoch liebt, der selbst unheilbar krank ist und gezeichnet von den Erlebnissen des Krieges. Sein Trauma hat er an seine Töchter weitergegeben. Wie ein Läufer einen Staffelstab.

Marianne Zückler, geboren 1960 in Berlin. Studium der Erziehungswissenschaften und der Theaterpädagogik. Künstlerische Weiterbildung, u. v. a. bei Ariane Mnouchkine und Harry Kupfer. Freischaffende Theaerpädagogin und Regisseurin. Autorin von Features und Hörspielen.

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«Beim Lauftraining bearbeitet Irene ihr Trauma. Sie hat mit ihrem Vater gebrochen, aus guten Gründen. Jetzt ist er tot und eine Aussöhnung hat nicht stattgefunden - aber hätte es die überhaupt geben müssen? Irene blickt zurück, während sie läuft, erlebt noch einmal die Ereignisse, den Tod des Vaters, die Erlebnisse in der Kindheit, spätere einschneidende Erlebnisse.

Marianne Zückler schildert in "Die Läuferin" den Prozess der Verarbeitung der schwierigen Beziehung zwischen Tochter und Vater, geschickt knüpft sie Verbindungen zwischen dem Lauftraining und der Aufarbeitung des Traumas. Das Laufen wird zum Sinnbild des Verhältnisses, aber auch der Bewältigung.

Andrea Getto hat das Hörspiel sehr eingängig inszeniert. Trotz diverser Handlungs- und Zeitsprünge bleibt die Geschichte stets klar und verständlich. Die großartige Besetzung mit Ulrike Krumbiegel, Irm Hermann, Horst Mendroch und anderen, tut ihr übriges.

Ein interessantes und hörenswertes Hörspiel, das viel Tiefgang in eine kurze Spieldauer packt.»


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