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Der stumme Tod

Hörspielbearbeitung - ein Hörspiel von Volker Kutscher, rbb - WDR - RB 2020


Ole Lagerpusch in der Rolle Gereon Rath - Bild: WDR/Max Kohr
Berlin 1930: Nach dem Börsencrash und der daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise haben "Die Goldenen 20er Jahre" ein abruptes Ende gefunden. Kommissar Gereon Rath, der nicht ganz freiwillig von Köln nach Berlin wechselte, lebt sich zunehmend in der Hauptstadt ein, die einem rapiden Wandel unterworfen ist. Doch sein Hang zu Alleingängen führt dazu, dass er nicht mehr die Fälle bekommt, die ihn wirklich interessieren. Eine willkommene Ablenkung ist ein Unfall mit Todesfolge in einem Film-Atelier. Rath lernt ein Umfeld kennen, das sich ebenfalls im Umbruch befindet: die Filmbranche, die gerade den Wechsel von Stumm- zu Tonfilm vollzieht. Im Spannungsfeld von Glamour, Drogen und Tristesse macht er nicht nur ganz neue Erfahrungen, sondern stößt auch auf alte Bekannte und Verlockungen. Und während das Klima in der Weimarer Republik immer rauer wird, wird Rath nicht nur von seiner Kölner Vergangenheit eingeholt.

1. Teil: Gereon Rath droht in trostloser Routinearbeit des trostlosen Krisenwinters 1930 zu ersticken. Umso begieriger stürzt er sich auf einen Todesfall im Filmmilieu. Eine bekannte Schauspielerin ist bei Dreharbeiten durch einen Unfall mit einem Schweinwerfer gestorben. Allemal besser, als Berichte über die Beerdigung eines gewissen Horst Wessel zu verfassen. Und während Rath sich noch im Umfeld zwischen Ton- und Stummfilm zu orientieren beginnt, tauchen plötzlich viele Gestalten aus seiner Vergangenheit auf und es ist mit der Routine mehr als vorbei.

2. Teil: Gereon Rath hat alle Hände voll zu tun, seine offiziellen und inoffiziellen Ermittlungen voranzutreiben. Und nicht nur die Lebens- und Liebesverhältnisse an den diversen Filmsets der Hauptstadt sind verworren, auch Raths eigenes Leben kommt ihm bald vor wie ein Film. Zudem wird zu seiner Überraschung auch in Berlin Karneval gefeiert, turbulenter, als ihm lieb sein kann. Fast so turbulent, wie die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern von Ton- und Stummfilm in den Kinos und den politischen Gegnern auf den Straßen.

3. Teil: Gereon Raths Alleingänge kommen bei Oberkommissar Böhm nicht gut an. Doch obwohl er sich eigentlich um anderes kümmern soll, verfolgt er die Turbulenzen zwischen zwei konkurrierenden Filmproduzenten weiter. Und lernt viel über die technischen Möglichkeiten des Films und seine neuartige Verbindung mit Sprache und Gesang. Auch sein früherer Mitbewohner, der Journalist Weinert, sucht nach neuen Betätigungsfeldern in der Klatsch- und Tratschwelt des Films. Denn der seriöse Journalismus ist in der Krise. Und dann wird eine tote Schauspielerin gefunden.

4. Teil: Gereon Rath ist weiter damit beschäftigt, seine beruflichen und privaten Verwirrungen zu lösen. Diese führen ihn in völlig neue Stadtteile und Lebenswirklichkeiten Berlins. Und immer häufiger taucht eine neue exotische Frucht in seinen Ermittlungen auf. Doch auch die alten Schatten lassen ihn nicht los. Während Rath versucht, den Kontakt zu seinen Kollegen, speziell Oberkommissar Böhm, aber auch Charlotte Ritter wieder zu verbessern, gibt es wieder einen Leichenfund. Und wieder ist es eine Schauspielerin.

5. Teil: Während die Berliner Filmwelt durch der Mordserie an Schauspielerinnen in Aufruhr ist und die Presse mit Spekulationen Stimmung gegen die Polizei macht, gelingt es Rath, die ersten Fäden in seinen verzweigten Ermittlungen zusammenzuführen. Er bekommt einen neuen unerwarteten Ermittlungsgehilfen an die Seite, an dem auch Charlotte Ritter Gefallen findet. Rath gelingt es zwar, die eher privaten Untersuchungen nach und nach zu einem Ende zu bringen, aber die Obduktionsberichte über die getöteten Schauspielerinnen geben viele Fragen auf - bis plötzlich eine heiße Spur daraus erwächst.

Die Tonaufnahmen der zweiten Hörspielstaffel fanden unter erschwerten Corona-Bedingungen und strengen Hygiene-Maßnahmen statt. Um zum Beispiel im Studio den nötigen Sicherheitsabstand zu gewährleisten, wurde der Ton mit der sonst vor allem beim Film üblichen Mikrofonangel eingefangen ("geangelt"). Diese Aufnahmetechnik wird von Regisseur Benjamin Quabeck eigentlich gerne eingesetzt, um den Schauspielern mehr Bewegungsfreiheit zu geben und damit einen authentischen Ton zu erzielen. "Für das Team im Hörspielstudio war es eine Herausforderung, die Intensität und Atmosphäre trotz Abstandsregeln und mit speziellem Ploppschutz hörbar zu machen und die verschiedenen Handlungsstränge zu verweben. Aber Sie werden hören: Es gelingt ihnen!", so Valerie Weber, Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur.


Volker Kutscher, geboren 1962, lebt als freier Autor in Köln und Berlin. Ihm gelang mit seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der späten 20er- und frühen 30er- Jahre ein sensationeller Erfolg. Jeder einzelne der inzwischen sechs Bände stand wochenlang auf den Bestsellerlisten. Der siebte Band erscheint in diesem Herbst. Der erste Teil der Gereon Rath-Romane (»Der Nasse Fisch«, 2007) wurde für das Fernsehen von Tom Tykwer als »Babylon Berlin« mit prominenter Besetzung aufwändig verfilmt und erhielt 2018 den Grimme-Preis.

Vorstellung im OhrCast

Ursendung: 05.10.2020

Als Download / Im Handel verfügbar seit / ab: 04.09.2020

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